Warum bildet sich Schaum in der Waschmaschine?
Schaumbildung in der Waschmaschine wirkt oft ungewöhnlich, besonders wenn sie stark ausfällt oder auch nach dem Waschgang sichtbar bleibt. In vielen Fällen liegt die Ursache nicht an einem Defekt, sondern an Dosierung, Waschmittelart oder dem gewählten Programm.
Wie Schaum entsteht
Schaum entsteht, wenn Waschmittel mit Wasser und Bewegung reagiert. Eine gewisse Schaumbildung ist normal, wird aber problematisch, wenn sie übermäßig ist.
Typische Anzeichen sind:
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sichtbarer Schaum hinter der Tür
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Schaumreste nach dem Spülen
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längere Programmlaufzeiten
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feuchte oder seifige Wäsche
Die Maschine wäscht, muss aber zusätzlich gegen den Schaum arbeiten.
Zu hohe Waschmittelmenge
Die häufigste Ursache für übermäßigen Schaum ist eine zu hohe Dosierung. Mehr Waschmittel führt nicht zu besserer Reinigung.
Dabei gilt:
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überschüssiges Waschmittel schäumt stärker
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Schaum lässt sich schwerer ausspülen
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besonders Kurz- und Eco-Programme sind betroffen
Der Schaum bleibt länger im System.
Ungeeignete Waschmittelart
Nicht jedes Waschmittel ist für jede Maschine oder jedes Programm gleich gut geeignet.
Probleme entstehen häufig bei:
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sehr stark schäumenden Waschmitteln
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ungeeigneten Flüssigwaschmitteln
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Kombination verschiedener Waschmittel
Die Schaummenge steigt schneller an als vorgesehen.
Weiches Wasser als Verstärker
In Regionen mit weichem Wasser schäumt Waschmittel stärker. Wird die Dosierung nicht angepasst, entsteht leicht zu viel Schaum.
Typisch ist:
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starke Schaumbildung trotz normaler Dosierung
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Schaum auch bei niedrigen Temperaturen
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häufige Schaumsichtbarkeit im Bullauge
Die Wasserhärte beeinflusst das Waschergebnis deutlich.
Geringe Beladung der Waschmaschine
Ein wenig gefüllte Trommel bietet dem Schaum mehr Raum. Die mechanische Wirkung auf den Schaum ist geringer.
Das führt zu:
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mehr sichtbarem Schaum
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längerer Schaumbeständigkeit
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schlechterem Abtransport beim Spülen
Eine gleichmäßige Beladung wirkt stabilisierend.
Niedrige Waschtemperaturen
Bei niedrigen Temperaturen lösen sich manche Waschmittel langsamer auf. Der Schaum bleibt dadurch länger erhalten.
Besonders betroffen sind:
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Eco-Programme
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Kurzprogramme
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niedrige Waschtemperaturen
Der Schaum wird nicht vollständig abgebaut.
Warum das Problem plötzlich auffällt
Schaumbildung fällt oft erst auf, wenn sich das Waschverhalten ändert.
Häufige Auslöser sind:
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neues Waschmittel
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geänderte Dosierung
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andere Programme
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Wechsel der Wasserhärte
Die Maschine arbeitet gleich, die Bedingungen haben sich geändert.
Wann genauer hinschauen sinnvoll ist
Aufmerksamkeit ist angebracht, wenn:
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regelmäßig sehr viel Schaum entsteht
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Schaum nach dem Spülen sichtbar bleibt
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die Wäsche seifig riecht oder sich anfühlt
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Programme deutlich länger dauern
Dann sollte das Waschverhalten überprüft werden.
Häufige Fragen
Warum entsteht so viel Schaum in der Waschmaschine?
Meist wird zu viel oder ein stark schäumendes Waschmittel verwendet.
Ist Schaum grundsätzlich ein Problem?
Nein, erst übermäßiger Schaum beeinträchtigt den Waschvorgang.
Spielt die Wasserhärte eine Rolle?
Ja, weiches Wasser verstärkt die Schaumbildung.
Kann wenig Wäsche mehr Schaum verursachen?
Ja, geringe Beladung begünstigt sichtbaren Schaum.
Wann sollte man aufmerksam werden?
Wenn Schaum regelmäßig bestehen bleibt oder die Wäsche seifig ist.
Eine ausführliche Erklärung zu Funktionsweise, Geräuschen und häufigen Störungen bietet der zentrale Leitartikel zur Waschmaschine.
