Wann ist ein zweiter Trockengang nötig

Wann ist ein zweiter Trockengang nötig?

Nach dem Ende des Trocknungsprogramms stellt sich manchmal die Frage, ob ein weiterer Durchgang notwendig ist. In vielen Fällen ist ein zweiter Trockengang kein Zeichen für ein Problem, sondern ergibt sich aus Materialeigenschaften, Beladung oder den gewählten Einstellungen.

Was ein zweiter Trockengang bedeutet

Ein zweiter Trockengang ist dann nötig, wenn nach dem ersten Durchlauf noch spürbare Restfeuchte vorhanden ist.

Typische Anzeichen sind:

  • einzelne Kleidungsstücke fühlen sich klamm an

  • dicke Textilien sind innen noch feucht

  • Feuchtigkeit nur an bestimmten Stellen

  • uneinheitliches Trockengefühl

Der Trockner hat gearbeitet, aber nicht jede Stelle vollständig erreicht.

Unterschiedliche Textilien in einer Ladung

Gemischte Wäsche trocknet selten gleichmäßig. Dünne Stoffe sind schneller trocken als dicke oder mehrlagige Textilien.

Häufig betroffen sind:

  • Handtücher zusammen mit leichter Kleidung

  • Bettwäsche mit dünnen Stoffen

  • Baumwolle gemischt mit Synthetik

Das Programm endet, obwohl einzelne Teile noch Feuchtigkeit enthalten.

Hohe Restfeuchte aus der Waschmaschine

Je feuchter die Wäsche aus der Waschmaschine kommt, desto länger dauert das Trocknen.

Begünstigt wird das durch:

  • niedrige Schleuderdrehzahlen

  • abgebrochene Schleudergänge

  • sehr saugfähige Textilien

Ein zweiter Durchgang gleicht die verbleibende Feuchtigkeit aus.

Ungünstige oder zu volle Beladung

Ist die Trommel stark gefüllt, kann die Luft nicht alle Textilien gleichmäßig erreichen.

Das führt zu:

  • feuchten Zonen in dichten Bereichen

  • schlechter Luftzirkulation

  • ungleichmäßiger Erwärmung

Ein zweiter Trockengang wird dann nötig, um die Restfeuchte zu entfernen.

Sensorsteuerung und Programmende

Moderne Trockner beenden Programme anhand gemessener Durchschnittswerte. Einzelne feuchte Bereiche werden nicht immer vollständig erfasst.

Begünstigt wird das durch:

  • ungleichmäßige Verteilung der Wäsche

  • große oder zusammengerollte Teile

  • gemischte Materialien

Der zweite Durchgang korrigiert diese Ungleichmäßigkeit.

Abkühlphase und Wahrnehmung

Manche Wäsche fühlt sich nach dem Abkühlen feuchter an, als sie tatsächlich ist. Das kann den Eindruck erwecken, ein weiterer Durchgang sei nötig.

Typisch ist:

  • Wäsche wirkt direkt nach dem Öffnen trocken

  • nach dem Abkühlen fühlt sie sich klammer an

  • Feuchte wird erst später wahrgenommen

Nicht jede empfundene Feuchte erfordert sofort einen zweiten Trockengang.

Wann ein zweiter Trockengang sinnvoll ist

Ein weiterer Durchgang ist sinnvoll, wenn:

  • Restfeuchte klar spürbar ist

  • dicke Textilien innen noch feucht sind

  • mehrere Teile betroffen sind

  • die Wäsche zeitnah verstaut werden soll

Er dient der vollständigen Trocknung, nicht der Fehlerkorrektur.

Wann Aufmerksamkeit angebracht ist

Genauer hinschauen sollte man, wenn:

  • regelmäßig ein zweiter Trockengang nötig ist

  • unterschiedliche Programme betroffen sind

  • sich die Trocknungsdauer deutlich verlängert

  • das Ergebnis stark schwankt

Dann sollte der Trocknungsablauf genauer beobachtet werden.

Häufige Fragen

Wann braucht man einen zweiten Trockengang?
Wenn nach dem ersten Durchlauf noch spürbare Restfeuchte vorhanden ist.

Ist ein zweiter Durchgang ungewöhnlich?
Nein, besonders bei dicken oder gemischten Textilien ist er normal.

Spielt die Beladung eine Rolle?
Ja, volle oder ungünstige Beladung begünstigt Restfeuchte.

Kann die Sensorsteuerung das Programm zu früh beenden?
Ja, einzelne feuchte Bereiche werden nicht immer erfasst.

Wann sollte man aufmerksam werden?
Wenn fast jede Ladung einen zweiten Trockengang benötigt.

Wie sich normales Verhalten, Geräusche und mögliche Auffälligkeiten einordnen lassen, wird im Überblicksartikel zum Wäschetrockner erklärt.

Ähnliche Beiträge